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Schrift

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Schrift Artikel


Schrift dient der Kommunikation und der Konservierung von sprachlicher Information. Mit einem vereinbarten, festgelegten Zeichensystem werden die Informationen auf einen Träger geschrieben und von diesem wieder abgelesen.

Schrift meint umgangssprachlich auch eine Schriftart (gestalteter Zeichensatz, Typographie), eine Schriftdatei (Computertechnik), eine Handschrift (‚ich kann deine Schrift nicht lesen ‘), schriftliche Werke (‚Goethes Schriften zur Farbenlehre‘) und dient als Eigenname für religiöse Texte (‚Heilige Schrift‘)

Siehe auch: Inschrift, Blindenschrift


Inhaltsverzeichnis
Buch-Tipp: 50 Engel für das Jahr. Ein Inspirationsbuch. Balsam für die Seele Ob man nun an Engel glaubt oder nicht bleibt einem selbst überlassen, aber sagen wir nicht schon einmal zu einem Menschen: "Danke, Du bist ein Engel. "? Die CD ist positiver Balsam für die Seele. Ich höre sie gerne, wenn ich nach einem langen 12/14 Stunden Tag Entspannung suche. Die Texte sind sehr nett gesprochen und lassen...

Definition

Man unterscheidet:

Alphabet- und Silbenschriften sind mehr oder weniger phonologisch , also lautbasiert. Logogramm- oder Ideogramm-Schriften sind hingegen eher bedeutungsbasiert: das Schriftzeichen entspricht eher einer bestimmten Bedeutung als einem bestimmten Laut. Beispiele für eine solche Schrift sind die arabischen Ziffern (1,2,3 ...), mathematische Symbole , Verkehrszeichen, Piktogramme, Gefahrensymbole. Diese sind international verständlich.

Bei den Alphabetschriften unterscheidet man zwischen Alphabetschriften in dem engeren Sinne und Konsonantenschriften, bei denen ca. die Konsonanten genannt werden. Bei ersteren kann man noch zwischen solchen unterscheiden, in denen jeder Laut ein gleichberechtigtes Zeichen erhält, wie in der lateinischen Schrift, und solchen, in denen Vokale als obligatorische Hilfszeichen von Konsonanten auftauchen, wie in indischen Schriften. Diese sind also in gewisser Weise das Bindeglied zwischen Alphabetschriften in dem engeren Sinne und Konsonantenschriften, in gewisser Weise auch zu den Silbenschriften. Manche Sprachen nutzen gemischte Schriften, die Züge von zwei oder allen drei Schriftsystemen haben, oder mehrere Schriften nebeneinander.

Eine Besonderheit bilden die Geheimschriften, die zur verschlüsselten Informationsübertragung benutzt werden.

Buch-Tipp: Als die Religion noch nicht langweilig war. Die Geschichte der Wüstenväter. Was haben Steuerflüchtlinge mit dem Christentum zu tun? Durch diese und andere kulturgeschichtliche Fragen hat Zander meine Sicht der Frühkirche entscheidend verändert.

Entwicklung

Vor der Entwicklung der Schrift war Jahrtausende lang die mündliche Überlieferung von wesentlichen Inhalten üblich. Sie barg schon stets gewisse Risiken in sich. Eine mögliche Sinnentstellung des ursprünglichen Quelleninhaltes und das Weglassen oder Hinzufügen von Inhalten sind in der mündlichen Vermittlung des jeweils einzelnen Erzählers immanent enthalten. Psychologische, soziale und kulturelle Faktoren spielen bei der mündlichen Überlieferung eine wesentliche Rolle. Weltweit wurden seit jeher überlebenswichtige Informationen, aber auch geheimes Wissen, Rituale, Mythen, Legenden und Sagen mündlich weitergegeben (wie u.a. die Geschichte von der großen Sintflut), die einen ähnlichen Kern aufweisen, in ihren Details aber beträchtlich voneinander abweichen können. Auch heute noch existieren Kulturen, in denen die mündliche Überlieferung von Traditionen und Wissen üblich ist. Bei den Aborigines in Australien steht das mündliche Zeugnis sogar in dem Vordergrund, obwohl sie in engem Kontakt mit einer schreibenden Kultur stehen. Die wortwörtliche Wiedergabe an nachfolgende Generationen, trägt dazu bei, eigene Kultur und Werte zu bewahren, und charakterisiert zugleich eine Besonderheit dieser Kultur. Gemeinsam mit der Fähigkeit des Lesens bilden Schreiben, Schrift und Rechnen die Grundlage von Tradition, Kultur und Bildung durch die mittelbare Weitergabe von Wissen. Die Erfindung der Schrift gilt als eine der wichtigsten Errungenschaften der Zivilisation, da sie die Überlieferung von Wissen und kulturellen Traditionen über Generationen hinweg erlaubt, und deren Erhaltung (je nach Qualität des beschrifteten Materials) über einen langen Zeitraum garantiert. Alle bekannten Hochkulturen (Sumer, Ägypten, Indus-Kultur, Reich der Mitte, Amerika) werden mit der Verwendung der Schrift in Verbindung gebracht.

Traditionell wird Sumer als die Kultur genannt, in der die Schrift erstmals benutzt wurde. Die wohl ältesten Schriftfunde stammen von dem Fundort Uruk aus Abfallschichten unter der sogenannten Uruk III -Schicht. Sie werden somit in das 4. Jahrtausend vor Christus datiert. Es handelt sich dabei um Wirtschaftstexte. Die benutzte Schrift läßt allerdings keine Rückschlüsse auf die Sprache zu, es ist daher falsch, diese Schrift in dem strengen Sinne als sumerisch zu nennen. Kontrovers diskutiert werden dazu die spärlichen Schriftzeugnisse der VinÄ?a-Kultur (auch alteuropäische bzw. Donau-Kultur), die auf das 5. Jahrtausend v. Chr. datiert werden. Die ägyptischen Hieroglyphen werden häufig als importierte Idee angesehen; neuere Funde von Günter Dreyer in Ägypten stellen diese Lehrmeinung allerdings in Frage, und vermuten eine eigenständige Erfindung. In China und Mittelamerika (Maya) wurde die Schrift ebenfalls unabhängig entwickelt.

Andere Ausprägungen der Schrift sind meistens direkte Übertragungen von einer Kultur zu einer anderen (etwa die Entwicklung des lateinischen aus dem griechischen Alphabet). In einigen Fällen hat die Beobachtung, dass eine fremde Kultur eine Schrift besitzt, die Entwicklung einer eigenen Schrift bewirkt (die Silbenschrift der Cherokee).

Der uns heute bekannten Schrift gehen Felszeichnungen, z.B. in der Höhle von Lascaux, vor ungefähr 20 Tausend Jahren voraus. Seit Zehntausenden von Jahren benutzen Menschen Zeichen oder Bilder, um Botschaften zu hinterlassen. Von Schrift kann aber erst gesprochen werden, als ein festgelegtes Zeichensystem zu dem Ausdruck für verschiedene Informationen zur Verfügung steht. Bereits in der Jungsteinzeit (Neolithikum), wurden Steine mit geometrischen Linien hergestellt, von denen die Forschung mit einiger Gewissheit sagt, dass sie zu dem Zählen dienten. Diese Steine wurden entsprechend lateinisch calculi" genannt, woraus sich das französische calcul" (Rechnen, Rechnung) und das deutsche kalkulieren ableiten.

Buch-Tipp: Authentisch leben. Verblüffende Einsichten Ein tolles Buch, das klar und deutlich das ausspricht, was ich seit längerem geahnt, aber nie in dieser Klarheit gesehen habe. Die Kernaussage ist, dass wir ca. dann zu einem glücklichen und erfüllten Leben finden, wenn wir authentisch leben, d. h. wenn wir aus uns selbst heraus leben und Entscheidungen treffen, und nicht...

Schriftklassifikation

Die Schriftklassifikation ist in DIN 16518 beschrieben. Danach gibt es folgende Einteilung der Schriftarten:

Die Schriftklassifikation entspricht dabei der historischen Entwicklung und berücksichtigt besonders detailliert die in dem deutschen und westeuropäischen Sprachbereich üblichen lateinischen Schriften. In anderen Ländern gibt es vergleichbare Einteilungen.

Buch-Tipp: Big Shots Wie BUNTE-lesen auf höchstem Ästhetik-Niveau!! Ein wundervolles Buch voller umwerfender "Promi"-Bilder; jedes einzigartig und stets wieder überraschend anders. Glücklich, diese tolle Frau einmal live erlebt zu haben, freue ich mich umso mehr, ihre unvergleichliche Persönlichkeit aus jedem einzelnen ihrer Werke herausstrahlen zu sehen.

Verweise

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